Das polnische Convivium Slow Food Dolny Slask wird historische Backwaren Niederschlesiens präsentieren, die um den Frühlingsanfang von zwei unterschiedlichen sozialen Gruppen, Bauern und Adel, gegessen wurden. Backen und erzählen wird Anna Ruminska, Anthropologin des Essens und kulinarische Kuratorin. Die Besucher können am Stand des Conviviums zwei Typen des symbolischen Gebäcks probieren:

Podplomyki (Fladenbrote) aus alten Getreidearten wie Bergroggen, Dinkel, Emmer, Einkorn, Buchweizen und Hirse, die im historischen Schlesien mit Zugabe von Wildgemüse gebacken wurden, sowie

Pierniki figuralne (Gebildlebkuchen) – symbolisches Gebäck des Adels, Klerus und reichen Bürgertums, mit kostbaren, exotischen Gewürzen und ohne Zuckerguss zubereitet, eine traditionelle Gabe mit einer Intention wie etwa Wohlstand, Fruchtbarkeit, Liebe, Heirat oder Erfolg einer Zunft.

Anna schlüpft dabei in die Rollen einer Herbologin bzw. Unkrautkundlerin und einer Piperatologin. d. h. einer Expertin für die Pfefferkuchengeschichte, die in Niederschlesien über 700 Jahre zurückreicht!

Historisch gesehen, waren das Neue Jahr und der Frühlingsanfang wichtige Anlässe, die mit symbolischem Gebäck gefeiert wurden, egal ob unter den Armen oder Reichen. Das Convivium wird den Besuchern des Brotfestivals die Traditionen beider Gruppen näherbringen. Gebacken wird alles mit Herz, teilweise auch in Herzform.

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