Brotländereien 2019

Erstmalig präsentieren sich die besten Bäcker mit ihren regionalen Lieferanten und bilden einzigartige Brot-Ländereien.

Lieferanten, vom Müller bis zum Gewürzspezialisten, veranschaulichen ihren Part an der Entstehung von richtig gutem Brot. Jede Brotländerei zeigt auf, wie Bäckereibetriebe das Handwerk stärken, regionale und nachhaltige Produktion fördern und in heimischen Landwirten und Handwerksbetrieben die perfekten Partner finden.

Brot-Länderei Bäckerei Felber, Birkfeld – Steiermark

Die Bäckerei im Herzen von Birkfeld besteht seit 1770. Viele Generationen später ist es den Felbers noch immer wichtig, trotz modernster Hilfsmittel, auf das traditionelle Handwerk nicht zu vergessen. Der Sauerteig wird noch immer natürlich angesetzt und seine Basis von Generation an Generation weitergegeben.

Die Bäckerei Felber kommt mit ihrem „Hoamatbrot“, das aus eigenem Roggen gebacken wird. Begleitet von Bauer Franz Tiefengraber aus Waisenegg, der den Roggen anbaut und der Schaflermühle, in der er perfekt vermahlen wird. Als Partner mit dabei, die Ölmühle Fandler, die sich seit vier Generationen der Herstellung großartiger biologischer Öle verschrieben hat und die Steirischen Naturparke mit Produzenten herausragender Produkte aus alten, raren Apfelsorten der Streuobstwiesen und der Hirschbirne. Ebenfalls mit dabei SANDICCA, ein junges innovatives Unternehmen, das sich auf den Anbau und die Verwertung von Sandorn im Joglland spezialisiert hat.

-> Profil der Bäckerei Felber

Brot-Länderei Bäckerei Oberngruber, OÖ

Peter Oberngruber ist ein Bäcker mit Leib und Seele. Wie stark er in seiner Region verankert ist, bewies sein Auftritt beim Brotfestival. Mit seinem Roggenbrot aus Schlägler Roggen brachte er bereits 2017 Gold vom Kruste&Krume Brotbackwettbewerb nach Hause. Zu seinen Partnern gehören das Matrosenjunge Catering mit Mühlviertler Spezialitäten, die Weberei Manufaktur Haslach, die am Webstuhl vorführt, wie Bäckerleinen entsteht, das Hotel Almesberger, als langjähriger Kunde und die Tourismusregion Böhmerwald. 2019 stellt  die OÖ Landesgartenschau in Aigen-Schlägl das Thema Ökologie in den Vordergrund. Die 15ha große Ausstellung, die in Kooperation mit dem Stift Schlägl, der Marktgemeinde Aigen-Schlägl und der Bioschule Schlägl enstanden ist, beleuchtet den achtsamen Umgang mit Lebensmitteln, Ressourcen und Menschen auf ganz besondere Weise.

-> Profil der Bäckerei Oberngruber

 

Brot-Länderei Bäckerei Ruetz, Tirol

Christian Ruetz führt in vierter Generation einen Familienbetrieb, dessen Wurzeln bis 1899 zurückreichen. In Kematen in Tirol liegt der Stammsitz des Unternehmens, das mit fast 50 Filialen in Tirol und Vorarlberg zu einem der größten Bäckereibetriebe Österreichs zählt. Auf 7 Hektar wird der eigene Bio-Roggen direkt vor dem Backhaus in Kematen angebaut, der Rest des Bio-Getreides kommt von 17 Bauern aus Tirol, und wo es möglich ist, werden auch andere Rohstoffe von regionalen Bauern bezogen, z.B. Topfen.

Als Partnerbetriebe sind Zillertalbier und die Erlebnissennerei Zillertal mit dabei. Käse und Bier werden zum Verkosten mitgebracht. Zwei weitere starke Partner sind in dieser Länderei mit von der Partie. Zum einen die Firma Waldner Biotech deren geschützte Marke „Osttiroler Getreidemühlen“ bereits seit über 25 Jahren weltweit etabliert. Zum Anderen die Back & Pizzaofenmanufaktur Nagele aus Wattens. Handgefertigt, aus natürlichen Materialien mit einem einzigartigen Kuppelgewölbe aus Schamott – so sind die außergewöhnlichen Backöfen von Hafnermeister Werner Nagele gebaut.

> Profil der Bäckerei Ruetz

Brot-Länderei Bäckerei Öfferl, NÖ

Georg Öfferl, der Sohn der Bäckermeisterin Brigitte Öfferl von der Bäckerei Öfferl im Niederösterreichischen Gaubitsch, ist der Shooting Star der Bäckerszene. Um das Überleben des Familienbetriebs zu sichern, setzt er auf Natürlichkeit, Handwerk und ein ganz neuartiges Marketingkonzept und kommt heuer mit seinen handverlesenen Zulieferern zum Festival.

Mit dabei sind der Biohof Schmidt wo seit über 30 Jahren die Felder des 58 Hektar großen Betriebs im nördlichen Weinviertel nach organisch-biologischen Richtlinien bewirtschaftet werden, die Dyk Mühle die im malerischen Raabs an der Thaya im Waldviertel (NÖ) liegt und auf über 137 Jahre Familientradition zurückblickt, Urkornbauer Martin Allram der als Demeter-Landwirt streng nach biologisch-dynamischen Grundsätzen anbaut und erntet, die Käserei Höflmaier wo seit 1931 hochwertiger regionaler Käse produziert wird und dem Biohof Rohrauer bei dem über 200 Bienenvölker dafür sorgen, dass feinste Honigspezialitäten präsentiert werden können.

-> Profil der Bäckerei Öfferl

Brot-Länderei Itzlinger, Salzburg

Im Jahr 1983 übernahm Jakob Itzlinger die seit 1830 bestehende Mühle im Salzburger Faistenau von seinem Vater und machte sich damit als Bäcker selbständig. Angefangen hat er mit 10 kg Brot in der Woche, heute umfasst sein Sortiment 60 Produkte und ist im ganzen Salzburger Land bekannt. Erfahrungen zu Beginn seiner Bäckerkarriere haben ihn gelehrt, dass er keine Lebensmittel herstellen will, von denen er nicht weiß, was drinnen ist. Besonders wichtig ist ihm auch, dass sich die Menschen wieder mit dem Wert des Brotes beschäftigen, weswegen er seine Kundinnen und Kunden zu Brotbackkursen in seiner Backstube einlädt. Großartige Brote mit Natursauerteig, Dinkelspezialitäten und Vollkornprodukte.

Als Partnerbetriebe mit dabei sind das Stiegl-Gut Wildshut, das 1. Biergut Österreichs, mit eigener Mälzerei und Landwirtschaft, Peter und Liesi Löcker vom Biohof Sauschneider welche unter anderem dafür verantwortlich sind, dass der besondere Lungauer Tauernroggen nicht von den Feldern verschwand und die Expertin für historische Getreidesorten, Margarita Kwich, die sich mit dem Laufener Landweizen beschäftigt.

-> Profil der Bäckerei Itzlinger

Brot-Länderei Bäckerei Ströck, Wien

Die Wurzeln der Bäckerei Ströck liegen im Burgenland. 1970 kaufte Gerhard Ströcks Vater eine kleine Bäckerei in der Donaustadt, die von den blutjungen Söhnen Gerhard und Robert, aufgrund der Krankheit des Vaters schon 7 Jahre später übernommen werden musste.  In nur einer Generation gelang ihnen dann eine unternehmerische Meisterleistung. Aus einem Betrieb mit 7 Angestellten wurde ein erfolgreiches Unternehmen mit rund 1500 Beschäftigen und fast 80 Filialen. Eines ist in all den Jahren unverändert geblieben: Das Bekenntnis zu höchster Qualität, dazu gehören die Verwendung von regionalen Rohstoffen, viele davon in Bioqualität, handwerkliche Fertigung und die Lehrlingsausbildung.

Als Partnerbetriebe mit dabei sind die Naturverwaltung Colloredo-Mannsfeld, die Hoffmann Mühle, die Universität für Bodenkultur, die Ernährungswissenschaftlerin Larissa Grünwald, Alt Wien Kaffee, Ströck Feierabend und die Fleischerei Leopold Hödl.

-> Profil der Bäckerei Ströck

Brot-Länderei Der Mann, Wien

Frische, Qualität und Genuss werden bereits seit 155 Jahren in der Bäckerei Der Mann groß geschrieben. Seit jeher stehen der sorgsame Umgang mit Rohstoffen und die Zubereitung hochwertiger Lebensmittel im Mittelpunkt. Bereits über Generationen hinweg ist es das Ziel, ihren Kunden mit erlesenen Produkten und Fachkompetenz den ganz persönlichen Genussmoment zu bieten. Um den hohen Qualitätsstandard in allen Filialen zu bieten, sind diese mit eigenen Backöfen ausgestattet. Vor Ort werden die Backwaren nicht auf-, sondern von ihren Mitarbeitern frisch „vom rohen Teig weg“ gebacken. Alles, was nicht vor Ort frisch zubereitet werden kann, wird bis zu zwei Mal täglich ofenfrisch geliefert. Denn es besteht kein Zweifel: Backwaren schmecken frisch aus dem Ofen am besten, das schmeckt man auch!

Als Partner dabei sind die Anton Kittel Mühle, Waldland, der Waldviertler Sonderkulturenverein der eine aktive Gemeinschaft von rund 1.000 Waldviertler Landwirten und Landwirtinnen bildet, Morgengold Frühstücksdienste, Mörwald Institut für Ess- und Trinkkultur, Radatz Fleischwaren , Schottenobst, bei denen Obstbau, Weinbau, Ackerbau und Energieproduktion die Säulen des landwirtschaftlichen Betriebes bilden und Wojnar´s Wiener Leckerbissen.

-> Profil der Bäckerei Itzlinger

Brot-Länderei Bäckerei Geier, NÖ

An der Grenze zu Wien, in Strasshof, liegt die Backstube der Bäckerei Geier. Echte Weinviertler Brotkultur wird hier seit über 100 Jahren hochgehalten. Aus dem ursprünglich kleinen, dörflichen Betrieb wurde eine Bäckerei mit 28 Standorten im östlichen Weinviertel und Wien. Gegründet wurde das Unternehmen 1902, heute wird es von Bäckermeister Gerald Geier in vierter Generation geführt. Gebacken wird wie anno dazumal und das ist gut so. Überlieferte Rezepte, altbewährte Methoden, Brote, in denen nichts ist, was nicht ins Brot gehört. Den Teigen, die mit besten regionalen Zutaten und Natursalz zubereitet werden, wird viel Zeit zum Reifen und zur Aromaentwicklung gegeben. Täglich werden gleich 5 verschiedene Natursauerteige gefüttert und gepflegt. Das gibt den Backwaren ihren besonderen Geschmack. Mit Herz, Hirn, Bauchgefühl & Handschlagqualität werden Ideen & Produkte entwickelt, wird den Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter begegnet und wird Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und unserer Umwelt übernommen.

Als Partnerbetriebe mit dabei sind der Biohof Schramm, die Brennerei Roman Kraus, wo man sich seit 1999 mit der Herstellung hochwertiger Destillate beschäftigt, die Fleischhauerei Hofmann, der Kartoffelhof Schramm, Weinviertler Touriusmus, Weinviertler DAC, Schloss Hof, Marchfelder Storchenbräu, Marchfeldnuss Böckl, Marillenhof Hackl, Weinbau&Buschenschank Gössinger und das Weingut Haindl-Erlacher.

-> Profil der Bäckerei Geier

Brot-Länderei Brothandwerker in Kärnten und Osttirol

Die alte, traditionelle Weise des Brotbackens lassen Kärntner Bäckermeister wieder aufleben.

Mit der Gründung des Vereins „DIE BROTHANDWERKER“ haben sich innovative und kreative Bäckermeister zusammengetan, um die Kunst des guten Brotbackens hochzuhalten und das Wissen um alte Rezepte, Traditionen und das Handwerk in den Mittelpunkt ihrer leidenschaftlichen Brotbackkunst zu stellen. In ihrer Arbeit möchten die Brothandwerker sich auf das Wesentliche konzentrieren: sie holen den Duft und Geschmack zurück in ihre Backstuben, weil nur das Handwerk in der Backstube für perfekt gemachtes Brot verantwortlich ist, das weit weg vom industriell gefertigtem Einheitsbrei ist. Brot bekommt wieder zurück, was es braucht: Zeit, Frische und Duft.

Zum Brotfestival reisen gleich vier der neuen B(r)otschafter an – die Bäckermeister Haimburger, Wienerroither, Weissensteiner und Vallant. Begleitet werden sie von den Mitstreitern der ersten weltweiten Slow Food Travel Region, die im Kärntner Gail- und Lesachtal entstanden ist und die haben natürlich den jüngsten österreichischen Passagier aus der Slow Food Arche des Geschmacks im Gepäck, das Presidio Lesachtaler Brot.

In Kärnten sind nun das Gailtal und das Lesachtal zur weltweit ersten Slow Food Travel Destination geworden. Oder besser: gemacht worden, denn dieses Pilotprojekt ruht in den Händen jener Lebensmittelhandwerker und Lebensmittelhersteller, die in dieser beschaulichen, ja fast stillen Grenzregion im Süden Österreichs seit jeher die Slow Food-Philosophie leben. Und im Sinne dieses langsamen Genießens lassen sie sich bei ihrer Handwerkskunst auch gern über die Schulter schauen, geben ihr Wissen weiter.

So führt denn die Reise in die Küchen, Selchkammern und Reifekeller, zu den Bienenstöcken und Brotbacköfen, zu Kornmühlen und Butterfässern. Slow Food Travel ist daher wie maßgeschneidert für die beiden Täler. Viele kleine Produzenten, viel Tradition, viel Landwirtschaft – so lassen sich leicht genussvolle Brücken bauen zwischen Gast und Region. Wer hierher kommt und sich dem vielseitigen Programm anvertraut, legt gerne Hand an, hilft mit, erlebt, wie mit gekonnten Handgriffen Brot oder Käselaibe entstehen, goldener Honig oder cremige, weiße Polenta. Das gibt ein neues, köstliches Gefühl für den echten Wert dieser naturbelassenen und herausragenden Lebensmittel. Die Zeit, die diese langsamen Produkte für ihre Herstellung brauchen, geben sie vielfach zurück. Es geht darum, die Konsumenten wieder an jenen Ort zurückzuführen, an dem unsere Lebensmittel ihren Ursprung haben.

-> Profil der Bäckerei Wienerroither
-> Profil der Bäckerei Weissensteiener
-> Profil der Bäckerei Vallant

Brot-Länderei Naturbackstube Unger, Bgld.

Die Naturbackstube Unger kommt gemeinsam mit dem Markt der Erde Parndorf auf das Brotfestival.

In der Naturbackstube Unger werden für die Backwaren ausschließlich in pannonischem Klima ausgereifte Urgetreidesorten aus eigenem Anbau verwendet. Waldstaudenroggen, Einkorn,  Dinkel, Purpurweizen und Hafer sorgen unter anderem für die besondere Aromatik der Brote.

Der Markt der Erde Parndorf wurde Ende August 2010 als allererster Vielfaltsmarkt Österreichs nach dem Vorbild der “Earth Markets” der Slow Food Stiftung für Biodiversität eröffnet. Weltweit gibt es derzeit nur 20 Earth Markets – von Italien über Rumänien bis in die USA.

Die Kriterien für die AusstellerInnen / ProduzentInnen sind sehr streng:
es sind strenge Qualitätsbestimmungen einzuhalten, sie dürfen keine Großbetriebe sein und sie müssen in einem Umkreis von etwa 40 km zum Marktstandort zuhause sein.

Zu den Produzentinnen und Produzenten welche zum Festival kommen, gehören Monika Liehl von Ziegenliebe die seit 2009 fantastische Rohmilchkäse aus Ziegenmilch produziert und die Kirschen-Genussquelle Strohmayer, die acht besonders bedrohte Kischsorten durch Initiativen wie den Sortenerhaltungsgärten, „Slow Food“, „Genuss Region Österreich“, „Arche Noah“ und der landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt am Leben erhält.

Noch mit dabei Manufaba, der Betrieb verarbeitet Sojabohnen aus eigenem Bio-Anbau zu handgemachtem Bio-Tofu und das Weingut Fink.

-> Profil der Naturbackstube Unger

Menü